Blotschenmarkt 2020

leider abgesagt


Aufgrund der Corona-Situation überlegt das Blotschenmarkt-Team zusammen mit dem Vorstand von ME-Impulse schon seit Monaten, unter welchen Voraussetzungen der Blotschenmarkt stattfinden könnte. Hierzu gab es auch schon viel interne Überlegungen sowie Besprechungen mit der Stadtverwaltung. Üblicherweise werden Verträge mit den Standbetreibern wegen der nachvollziehbaren Planungssicherheit bereits Monate im Voraus geschlossen. 

 

Um nicht vorschnell einen Blotschenmarkt ab- oder zuzusagen, haben wir die Pandemie-Entwicklungen und auch jeweils die dazugehörigen Verordnungen der Landesregierung studiert und diskutiert. Lange hieß es, dass „Großveranstaltungen“ bis zum Jahresende untersagt bleiben, obwohl diese Klassifizierung für Weihnachtsmärkte immer schwammig blieb. Uns ist bewusst, dass wir alle Beteiligten sowie die Öffentlichkeit auf eine sehr harte Geduldsprobe gestellt und erst jetzt abschließend unsere Entscheidung getroffen haben. Die aktuellen und zu erwartenden Entwicklungen sowie die neueste Verordnung des Landes NRW, die seit 1.10.20 in Kraft ist, haben gezeigt, dass ein „Abwarten“ unsererseits die richtige Entscheidung war.

 

Nach aktuellem Kenntnisstand sind für die Genehmigung und Durchführung von Weihnachtsmärkten ein gut durchdachtes Infektionsschutz-, Hygiene- und Zugangskonzept maßgeblich, die die jeweilige Gegebenheit vor Ort berücksichtigt. Unter diesen Voraussetzungen haben wir den diesjährigen Blotschenmarkt auf dem historischen Marktplatz auf den Prüfstand stellen müssen:

  • Durch die Enge des Marktplatzes und die noch einmal durch die Buden verringerte Fläche an Stand- und Laufwegen muss es eine Zugangsbeschränkung zum Markt geben – bedingt durch die vorgegebenen Mindestabstände von 1,5 m von Personen bzw. Einschränkung auf Gruppen von max. 10 Personen. Dazu kommen noch die Forderung nach „abgetrennten Bereichen“ für das Gastroangebot – mit Markierungen kenntlich gemacht, sowie die Vermeidung von Warteschlangen vor den Buden. 

Hierzu stellten sich uns mehrere Fragen: 

  • Wie kann eine geordnete Eintritts- und Austrittssituation gewährleistet werden?
  • Wer ist für evtl. Warteschlangen vor dem Marktzugang zuständig, wie wird dort mit den Abständen verfahren?
  • Wie wird mit Marktanwohnern und reinen Besuchern der ansässigen Gastronomie verfahren?
  • Wie wird eine Notfall-Entfluchtung gewährleistet, wenn es statt üblicherweise fünf nur noch einen Ein- und Ausgang gibt? Zudem ist die Frage von Terrorsperren in diesem Fall weiterhin ungeklärt.
  • Ein weiterer Aspekt ist eine mögliche Magnetwirkung, wenn in der Region um uns herum Weihnachtsmärkte abgesagt werden. Das würde bedeuten, dass möglicherweise mehr Besucher erwartet werden, aber sich weniger auf dem eigentlichen Veranstaltungsgelände aufhalten dürfen.
  • Zur Sicherstellung der Auflagen ist ein wesentlich höherer Aufwand und höhere Kosten für die Standbetreiber unumgänglich: Spuckschutz an allen Buden, Gesichtsvisiere, Desinfektionsspender an Buden mit gastronomischem Angebot, regelmäßige Reinigung von Kontaktflächen und Verkaufsartikeln, Hinweistafeln mit Hygiene- und Infektionsschutzregeln etc. 
  • Gleichzeitig sind aber Einnahmeverluste durch eine niedrigere Besucherfrequenz, die sich gleichzeitig auf dem Veranstaltungsgelänge befinden darf, zu erwarten.
  • Auch für uns Veranstalter gäbe es höhere Kosten durch zusätzliche Einlasskontrollen, eine erhöhte Toiletten Desinfektion, Besondere Regelungen des Spülmobils, Zusatzpersonal zur Kontrolle der Regelungen etc.
  • Abschließend trieb uns noch die Fragen nach unserer Verantwortung um, trotz Einhaltung aller Vorschriften und Auflagen, den Blotschenmarkt nicht doch evtl. zu einem Corona-Hotspot werden zu lassen – zugleich die Unsicherheit, dass sich die allgemeine Lage überregional wieder dahingehend verschärfen könnte, dass im Endeffekt auch der Landesregierung nichts anderes mehr übrigbliebe, Weihnachtsmärkte doch wieder abzusagen.

Diese kompletten Überlegungen haben uns zur einstimmigen Entscheidung gebracht, wegen des zusätzlichen Aufwands und zusätzlichen Kosten für Veranstalter und Budenbetreiber, den Blotschenmarkt 2020 leider abzusagen. Insbesondere der Marktplatz ist unter diesen Voraussetzungen nicht geeignet, einen Weihnachtsmarkt – wenn auch reduziert, mit weniger Buden, ohne Bühnenprogramm, ohne Weihnachtsmannhütte – mit einer annähernden Gemütlichkeit eines üblichen Blotschenmarktes zu organisieren und zudem noch wirtschaftlich zu betreiben.

 

Wir als bedauern das zutiefst. Nach 48 Jahren muss jetzt ein Blotschenmarkt abgesagt werden. Wir sind alle sehr traurig, dass wir hier absolut keine Durchführungs-Möglichkeit gesehen haben.

 

Besonders tut es uns auch um die Stände der Mettmanner Vereine leid, die teils einen Großteil ihrer Jahreseinkommen aus dem Verkauf auf dem Blotschenmarkt und auch von Vorführungen auf der Bühne beziehen.

 

Der Ordnung halber sei noch hinzugefügt, dass auch die Suche nach einem geeigneten Alternativ-Platz in Mettmann zur Durchführung eines Weihnachtsmarktes leider erfolglos geblieben ist.

Veranstalter:

Mettmann-Impulse e.V.
Mühlenstraße 2 
40822 Mettmann

info@me-impulse.de

www.me-impulse.de

Blotschenmarkt powered by:

Neander Energie GmbH
Kundencenter Mettmann:

Freiheitstraße 14

0 21 04 - 9 57 66 10

www.neander-energie.de



Blotschenmarkt at facebook:

Unbedingt weitersagen: